Fachambulanz
Glücksspiel-Sucht
- Ein Angebot für Betroffene und Angehörige -
Das
pathologische Glücksspielen / die Glücksspielsucht gilt als Verhaltenssucht (wie Esssucht, Kauf-,
Sexsucht) und gleicht in wesentlichen Merkmalen der Abhängigkeit von
psychoaktiven Substanzen wie Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Eine Glücksspielsucht
entsteht nicht über Nacht. Die Entwicklung zum pathologischen Glücksspielen ist ein
Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum erstrecken kann. In jeder
Phase ist es möglich den Prozess zu stoppen. Eine Glücksspielsucht liegt dann vor, wenn wiederholt und dauerhaft
gespielt wird, obwohl sich negative finanzielle, soziale und/oder psychische
Konsequenzen abzeichnen oder bereits vorliegen. Kennzeichnend sind ein starkes
Eingenommensein vom Glücksspiel und eine herabgesetzte Kontrolle über
Beginn, Ende und Ausmaß der Spielhandlungen. Das Zeitgefühl geht verloren,
Geldverlust wird gleichgültig. Das Spielen hat sich verselbständigt. Bei
einigen Spielern geht der Kontrollverlust so weit, dass das Spielen zum
zentralen Lebensinhalt wird und sie sich und ihre Familien in den Ruin
spielen. Weitere mögliche
negative soziale Konsequenzen sind der Verlust des Arbeitsplatzes und das
Abrutschen in die Kriminalität zur Geldbeschaffung. Die
meisten Glücksspielsüchtigen spielen an sog. Geldspiel- oder
Unterhaltungsautomaten (90-95%), gefolgt von Lotto und Totoblock, den
gewerblichen Spielautomaten, Sportwetten privater Anbieter, Gewinnspiele in
Medien, Spielbanken und Online-Casinos. Im Rahmen
des „Hessischen Glücksspielgesetzes“ gibt es seit 2008 den Aufbau und die
Sicherstellung einer Schwerpunktversorgung in Hessen. Das fachliche
Angebot zur Prävention und Beratung Glücksspielsüchtiger und –gefährdeter
Menschen wird ausgebaut. |
Ihre
Ansprechpartner
0661 – 24 28-361
0611 – 34 11 76-0
Fachambulanz für Suchthilfe, Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V.
Frau Weininger
06151 – 666-770
|
Folgende
Angebote können Sie in den Suchthilfeeinrichtungen
unseres
Verbundes für Glücksspieler und ihre Angehörige erhalten:
„
Einzelgespräche
zur Klärung einer möglichen Sucht oder Gefährdung
„
Regelmäßige
Informationsgruppen
„
Ambulante
Rehabilitation und Ambulante Nachsorge
„
Vermittlung in
stationäre Therapie
„
Kooperation
mit der Schuldenberatung in Caritasinternen Beratungsstellen
„
Prävention
Wichtige Adressen:
„ Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V.
-
Adressen
von Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
- Daten
und Fakten zur Glücksspielsucht
„
Fachverband
Glücksspielsucht
